Kinderversicherungen – welche sind sinnvoll?

Kinderversicherungen © ChristArt - Fotolia

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Wenn ein Kind geboren wird, machen die Eltern sich natürlich Gedanken darüber, wie sie ihr Kind absichern und vor Schäden bewahren können. Kinderversicherungen gibt es in einer Vielfalt, die es einem Laien oft unmöglich macht, zu erkennen, welche Versicherung sinnvoll ist.

Zunächst einmal sollte der Krankenversicherungsschutz an erster Stelle stehen. Viele medizinische Leistungen, die Eltern für wichtig und wünschenswert halten, werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht angeboten oder übernommen. Eine private Krankenzusatzversicherung für Kinder ist preiswert und sollte vom ersten Lebenstag an vorhanden sein. Vor dem Abschluss dieser Zusatzversicherung sollten die Eltern die Leistungskataloge der Anbieter miteinander vergleichen. Die freie Krankenhauswahl sollte hier genauso enthalten sein wie zum Beispiel Leistungen durch einen Heilpraktiker. Die Krankenhausbehandlung durch leitende Ärzte ist ebenfalls wichtig. Eine private Unterbringung im Krankenhaus ist gerade für Kinder aber nicht unbedingt notwendig. Sie sind unter anderen Kindern auf einer Kinderstation sicher besser aufgehoben. Zahnbehandlungen und Sehhilfen sollten ebenfalls in der Kinderkrankenversicherung abgedeckt sein. Die Prämien sind vergleichsweise niedrig und erhöhen sich meist erst, wenn das Kind zwölf Jahre alt ist. Mit Erreichen des 18. Lebensjahres wird dann der Erwachsenentarif fällig. Eine erneute Gesundheitsprüfung findet nicht statt. So sichern Eltern ihren Kindern, unabhängig davon, ob sie zum Beispiel Allergien oder chronische Krankheiten entwickelt haben, die Aufnahme in einer privaten Krankenzusatzversicherung für Erwachsene.

Ebenfalls wichtig ist eine private Unfallversicherung, möglichst mit integriertem Invaliditätsschutz. So sichert man einem Kind, dass durch einen Unfall schul- oder arbeitsunfähig wird, eine Invaliditätsrente, die für einen gesicherten Lebensunterhalt sorgt. Ähnliches gilt für die Altersvorsorge. Spezielle Kinderversicherungen kann man hier schon für einen geringen Monatsbeitrag, in der Regel ab 20 Euro, abschließen. Es gibt eine Zeitspanne, innerhalb derer das Kind im Erwachsenenalter den Vertrag übernehmen kann. Sie liegt zwischen dem 18. Und 25. Lebensjahr. So können Eltern bereits den Grundstock für eine private Altersvorsorge ihrer Kinder bilden. Es gibt Anbieter, die eine Kombination aus Unfall- und Vermögensanlage für Kinder anbieten. Diese sogenannten Kinderschutzbriefe können auch von Großeltern oder Paten für das Kind abgeschlossen werden.

14. Mai 2011